Landesflagge Lena in Island

Abflug nach Island
Arrival Orientation Camp


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Jetzt bin ich schon fast 4 Tage hier in Island und die Zeit vergeht wie im Flug. Flug? Damit fing es an. Wir (ausser mir noch 4 andere Deutsche) wurden am Frankfurter Flughafen von 2 AFS-Betreuern empfangen, die uns beim Check-In halfen und uns die Tickets aushändigten. Nachdem alle Formalitäten erledigt waren und wir die lange Wartezeit hinter uns hatten, stiegen wir um 14:30 Uhr in unser Flugzeug von Icelandair. Da ich noch nie vorher geflogen bin, war ich sehr aufgeregt, aber abgesehen von Start und Landung war es eigentlich wie Bus fahren. Sehr faszinierend war für mich beim Start der Flug durch die verschiedenen Wolkenschichten bis man sie dann auf einmal nur noch von oben sieht. Das ist wirklich ein sehr ungewöhnlicher Anblick. Trotz des kurzen Fluges bekamen wir etwas zu essen, aber was Kartoffelsalat und Wurst sein sollte, schmeckte eher wie Wolle und Gummi.

Um 16 Uhr Ortszeit, also um 18 Uhr mitteleuropäischer Zeit (2 Stunden Zeitverschiebung) landeten wir in Keflavik (gesprochen: Keblawik), dem Flughafen von Reykjavík. Dort wurden wir von Betreuern des AFS á Íslandi (AFS in Island) empfangen und samt Gepäck in einen Bus verfrachtet. Erst dort begann das Abenteuer richtig. Im Bus waren bereits einige skiptinema (Austauschschüler) aus den verschiedensten Ländern, die man sich nur vorstellen kann. Schnell kamen wir ins Gespräch und nach kurzer Zeit füllte sich der Bus und wir fuhren zu unserer Unterkunft, einer Grundschule in einem kleinen Ort direkt neben Reykjavík (leider habe ich den Namen vergessen), wo unser Arrival Orientation Camp stattfinden sollte. Die Busfahrt war sehr lustig und wir bestaunten die unglaubliche Landschaft aus Lavafeldern, Geysiren, Vulkankratern und Felsen. Wir, das sind 43 skiptinema aus Italien, Deutschland, Österreich, Belgien, Frankreich, Hong Kong, China, Thailand, USA, Venezuela, Australien, Grönland, Türkei, Ghana.... Die Kommunikation lief vollkommen auf Englisch, wobei ich feststellen musste, dass mein Englisch nicht gerade besonders gut ist. Aber ich verstand von Stunde zu Stunde mehr. Wir bekamen einen kurzen Einblick in die isländische Kultur und Sprache, einige Tipps, was wir im Umgang mit den Gastfamilien beachten sollen und hatten jede Menge interessante Gespräche mit den Austauschschülern aus aller Welt. Ausserdem lernten wir einige Leute von AFS in Island kennen, unter anderem den National Director und den Hosting Director. Manche Austauschschüler hatten sogar das Glück, ihren school contact, eine Kontaktperson in der jeweiligen Schule, kennen zu lernen.

Die Luft riecht in dem Ort sehr stark nach faulen Eiern, also Schwefel. Ich habe gehört, dass das daher kommt, dass das Schwimmbad direkt neben der Schule durch heisse Quellen beheizt wird. Das Schwimmbad ist eigentlich eher ein Freibad und wir waren dort bei 9 Grad und Nieselregen. Ihr sitzt jetzt wahrscheinlich kopfschüttelnd vor dem Computer, kein Wunder. Aber das ist isländische Kultur. Isländer lieben es, im Winter, wenn Schnee fällt im heita pottinum (heisses Becken) zu sitzen und sich zu entspannen.

Die 2 Tage gingen viel zu schnell vorbei und schon wurden wir von unseren Gastfamilien abgeholt. Meine Gastfamilie hat mich total lieb empfangen. Wir fuhren zuerst einkaufen. Die Supermärkte hier haben nicht Kühlregale, sondern ganze Kühlräume. Dann haben wir Dagbjörd's Familie, meine Gastschwester, zum Kaffee trinken besucht. Danach sind wir nach Kirkjuferja - meiner neuen Heimat - gefahren, wo wir die ersten Kartoffeln geerntet und die Pferde angeschaut haben. Danach haben wir zusammen mit Marta (eine AFS- Schülerin aus Norwegen, die direkt im Nachbarhaus wohnt) und Baldur's Familie (mein Gastbruder, bei dessen Familie wohnt Marta) gegrillt. Kirkjuferja ist wirklich wunderschön, zwei Häuser und ein Pferdestall mitten in der Natur. Man sieht überall Berge und gleich neben der Farm ist ein wunderschöner Fluss. Guðmundur (mein Gastvater) hat mir erzählt, dass man dort gut Lachs fischen kann. Hier gibt es auch einen total süssen Hund namens Tire (Ich bin mir nicht sicher, wie man den Namen schreibt), den ich sofort ins Herz geschlossen habe. Der Abend verging sehr schnell und ich bin totmüde ins Bett gefallen. Jetzt haben wir noch 2 Tage Ferien und am Mittwoch ist dann unser erster Schultag.

Danke fuer die lieben SMS und Mails von euch, ich habe mich wirklich sehr gefreut. Die ersten Fotos von hier kommen auch, sobald ich herausgefunden habe, wie ich sie hier von der Kamera auf den PC bekomme.





Warten am Flughafen.........



Die AFS- Betreuer mit den Tickets sind da!


Nur zu gerne folgen wir der "Follow me!"- Aufforderung



"Icelandair" wird mit uns an Bord zur Startbahn geschleppt


Island - wir kommen!


Mein erster Sonnenuntergang in Island
   
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