08.09.2012  Ein Glückspilz in zwei Welten

Dieses Wochenende bin ich mal wieder „aufs Land gefahren“. Am Samstag war Bakkahátið, das alljährliche Fest zum Ende der Fischsaison. Es ist wunderschön mit der ganzen Familie unten am Fluss zu sitzen, zum Angeln, Quatschen und einfach bei ein paar Bier gemütlich beisammen zu sein. Dieses Jahr hatten wir auch absolut Glück mit dem Wetter, den ganzen Tag hat die Sonne geschienen, es war wenig Wind bei ca. 12 Grad, was wir zu dieser Zeit hier als wirklich warm empfinden. Wir sind später mit dem Boot auf die Insel im Fluss gefahren. Echt spannend, wie sich dort die Vegetation von der vom Land unterscheidet und was man alles findet, beispielsweise Schwanennester, Hummerklauen und diverse angeschwemmte Knochen.



Sigurbjörg Marta hat geangelt (das ist hier allerdings Katzenfuttergröße)




Auf Erkundungstour auf der Insel







Meine Tante Helga und ich relaxen auf der Insel (Sie ist 75 Jahre alt, topfit und
eine leidenschaftliche Anglerin).





Das ist die Vorspeise für unser Abendessen. Zur Feier des
Tages gab es natürlich leckeren Lammbraten und gegrilltes Fohlen.


Nach zwei Wochen in der Hauptstadt habe ich es richtig genossen, wieder nach Hause zu kommen. Reykjavík ist eine wunderbare Stadt mit einer ganz besonderen Kultur und es macht mir unheimlich Spaß diese kennenzulernen. Aber es ist auch wie eine eigene Welt, quasi die Stadtwelt. Und mir wird immer deutlicher bewusst, wie glücklich ich mich schätzen kann, eine isländische Familie auf dem Land zu haben. Meine Mitbewohner und Kommilitonen beneiden mich fast darum, weil man allein durch Reisen und Ausflüge natürlich nie so tief in die Kultur und das Leben außerhalb der Hauptstadt eintauchen kann. Bisher war ich immer ein ziemliches Landei in Island und jetzt habe ich die geniale Chance das dazu so kontrastreiche Reykjavík zu erleben. Bald schreibe ich mehr darüber und dann gibt’s auch endlich die ersten Infos zu meinem neuen Studentenleben.


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