14.10.2012  Inspiration pur

Eine wunderbare Abwechslung zum Lernen war dieser Sonntagsausflug,
den ich mit meinem isländischen Onkel
Björgvin und seiner Frau Sigga
unternommen habe. Wir
sind zusammen in die Mosfelssveit gefahren
(Nähe Þingvellir)
um uns Gljúfrasteinn genauer anzuschauen. Das ist
der Name
des Hofes des guten Halldór Kiljan Laxness, dessen Werke ich
in Erlangen schon intensiv studieren durfte, eine Persönlichkeit, die nur so
sprühte vor Kreativität und die ich enorm bewundere.
Für Nicht-Nordisten und zur Allgemeinbildung: Halldór Laxness ist – ich würde
sagen – der bekannteste isländische Schriftsteller und der erste, der Weltruhm
erlangte. Er lebte von 1902-1998 und bekam 1955 den Literaturnobelpreis,
außerdem den Weltfriedenspreis und sämtliche Ehrendoktorwürden. Er schrieb
Unmengen beeindruckender Werke, Gedichte, Essays, Romane, Theaterstücke
etc.




Und das ist sein Haus


mit Pool und Skulpturen im Garten

Mittlerweile ist es als Museum der Öffentlichkeit zugänglich. Man wird per Audioguide
durch das Haus geführt und bekommt viele interessante Informationen über die teils
außergewöhnliche Einrichtung, aber auch seinen Alltag als Schriftsteller und hört
Teile aus einem Interview mit seiner Frau Auður. Zum Beispiel sah er seine Arbeit
als Schriftsteller genauso wie jede andere Arbeit an und saß deshalb jeden Tag
14-16 Stunden an seinem Schreibtisch vor einem Panoramafenster mit Blick auf
diese wunderbare Landschaft.





Er ging wohl täglich spazieren mit einem Notizblock um neue Ideen sofort
festzuhalten.


Wir sind also auf den Spuren Laxness am Bach entlang gewandert.



Mir schien es sofort offensichtlich, dass er sich von dieser Natur gut inspirieren
lassen konnte.



Hier wohnt ein Elf im Stein... :)


Ein isländischer Wald


Die isländische Birke wächst ein bisschen anders.

In diesem Sinne bis bald :)

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